Massive Carbon Footprint Reduction | 05 Feb 20, felix.buche

Wir bieten Kunden als Vorbereitung auf den „Next Big Change“ die Beratung und Begleitung für die
erhebliche Verringerung der CO2-Emissionen an.
Was konkret empfehlen wir Unternehmen?

 

Unternehmensstrategien, Innovationen und Investitionen die u.a. kompatibel sind mit 90% weniger CO2-Emissionen bis 2040.

  • Analysieren, wo genau welche CO2-Emissionen verursacht werden.
    (Scope 1+2 evtl. 3, Company + Product Footprint).

  • Geschäftsmodelle auf Zukunftsfähigkeit überprüfen, je nach Umfeld.

  • Ggf. neue Geschäftsmodelle untersuchen.

  • Identifizieren, welche Emissionen man mit verfügbarer Technik zu niedrigen oder vertretbaren Kosten heute vermeiden kann.

  • Neue Geschäftsmodelle, Reduktionsstrategien und Auslaufszenarien miteinander integrieren.

  • Dabei drei verschiedene Zeithorizonte stets im Auge behalten.

  • Das Risikomanagement entsprechend schärfen.

 

Damit Unternehmen mit dem "heißen" Thema auf ihren Märkten jetzt oder in den nächsten Jahren nicht kalt überrascht werden, sollte MCFR heute Teil der Unternehmensstrategie und des Risikomanagements sein. Das Sprengpotential des Themas wird jedoch oft noch unterschätzt.

 

  • Risikoanalyse: Wie exponiert ist mein Unternehmen in Bezug auf strengste Vorgaben zum Klimaschutz die in den nächsten Jahren zu erwarten sind.

  • Strategie: Wie können „Low-Carbon-Lösungen“ für mein Unternehmen konkret aussehen.

  • Taktung: Wie gestalte ich den Weg zur Klimaneutralität betriebswirtschaftlich sinnvoll.

  • Durchblick: Welche Rolle werden welche Energieträger und Technologien in den nächsten 10-20 Jahren vermutlich spielen und welche Lösungen sind heute und werden morgen wirtschaftlich sinnvoll werden. (Beispiel E-Mobilität: Batterie, H2-Brennstoffzelle oder Hybrid ?)

 


FAQ - Häufige Fragen

 

Warum sollte das Thema plötzlich Kern der Unternehmensstrategie sein (und nicht vielmehr nur technische Fachabteilungen oder Umweltbeauftragte betreffen)?

Weil es für die meisten Branchen* keine technische Frage (mehr) ist, sondern eine strategische.

 

1.       Die Hürden bei der Umsetzung von Low-Carbon-Lösungen in Unternehmen sind Stand 2020 oft nicht mehr technische sondern überwiegend strategisch-unternehmerischer und betriebswirtschaftlicher Natur: Positionierung, Bay-Back, Risikomanagement / Rechtsunsicherheit etc.

2.       Das Thema wird für die Zukunft vieler Unternehmen / Branchen / Geschäftsmodelle eine Überlebensfrage werden.

3.       Eine zunächst notwendige Carbon-Footprint-Analyse funktioniert erst einmal ähnlich wie Buchhaltung und Bilanzierung, also nicht sehr ingenieur-technisch. Denn gesucht werden an dieser Stelle (noch) nicht die perfekten technischen Lösungen sondern die größten Hebel und die niedrigsten Grenzkosten zur CO2-Vermeidung. Die Herangehensweise ist ähnlich, ob man Kosten in Form von € berichte oder Treibhausgasemissionen in Form von Tonnen CO2. So wie ein guter Buchhalter oder Controller Kenntnisse über Betriebswirtschaft haben sollte, braucht man bei einer Klimabilanzierung aber technische Kenntnisse der Energietechnik, -Effizienz, -Umwandlung und -Nutzung.

4.       Die fertige Carbon-Footprint-Analyse (siehe 3.) ist das Reporting: Die erste Basis für unternehmensstrategische Erwägungen. Das Thema abseits der Produkt- und Unternehmensstrategie abzuarbeiten ist weder kostenoptimal noch wirksam genug und verkümmert oft zum Greenwashing das mit einem Shitstorm auf den sozialen Medien zum Marketing-Desaster werden kann wie „Clean Diesel Technology“ in den USA seinerzeit.

*Bestimmte Branchen wie z.B. Flugverkehr oder die chemische Industrie etc. ausgenommen.

 

 

Wird nicht bereits seit 30 Jahren viel für den Klimaschutz getan?


An den Ergebnissen im Verhältnis zu den Anforderungen sollte es gemessen werden.

Es sieht seit 30 Jahren so aus, als sei man national in Deutschland auf dem richtigen Weg.
Mit der üblichen Statistik wird allerdings ein Detail kaschiert: Die 32% Verringerung der CO2-Emissionen Gesamtdeutschlands von 1990 bis 2018 sind in Wahrheit ca. 20% im Westen und 50% im Osten (hier einmalige Sondereffekte). Auch diese 20% sind nicht strukturell objektiv, da zum Teil auf Emissionsverlagerungen in das Ausland beruhend (Import industrieller Produkte die 1990 noch im Inland hergestellt wurden). Aber selbst mit 20% Reduktion in 30 Jahren bräuchte man 150 Jahren bis zur Klimaneutralität! Zur Einhaltung des 1.5°C-Ziels bleiben jedoch gar keine 30 Jahre Zeit bis 2050 mehr, wie viele denken. Da die Emissionen weltweit noch immer nicht sinken, ist das 1.5°C-Emissions-Budget erheblich früher aufgebraucht, vermutlich bereits Mitte der 2030er.

Die Erreichung der deutschen Emissionsziele für 2030 ist unwahrscheinlich, ohne disruptive Eingriffe des Staates. Was daraus folgt? Fragen Sie uns.


Wo liegt für Unternehmen das „Sprengpotenzial“ beim Thema Klimaschutz?


Was heute die Dieselfahrverbote für den Kleinen Mann, werden morgen Zwangsabschaltungen oder Umrüstvorschriften für Industrie, Transport und Dienstleistungen. Je später genau das tatsächlich eintritt, desto massiver werden die Eingriffe sein.

 

Ab 2026 wird für alle sichtbar werden, wie sehr notwendige Ziele und reale Ergebnisse eklatant auseinanderdriften. Das Reduktionsziel für 2030, obwohl unzureichend gem. Pariser Klimaabkommen, ist mit den derzeitig vorgesehenen Mitteln bei weitem nicht erreichbar.

Autofahrer z.B. bezahlen seit Jahrzehnten über 200 € je Tonne CO2 zu heutigen Preisen, wenn man die Steuerlast auf Mineralöle auf den CO2-Ausstoß bezieht. (Ob man es Mineralölsteuer oder CO2-Steuer nennt, ist für die Lenkungswirkung egal). Wenn aber selbst 200 € Steuer pro Tonne CO2 keine auseichende Lenkungswirkung entfalten, dann sind 25€ bis 60€ für andere Sektoren nicht viel. Auf der anderen Seite brauchen disruptive Technologien im Energiebereich bisher 30-50 Jahre vom Labor bis zur vollständigen Marktdurchdringung. Die Abkehr von rein „marktkonformen Eingriffen“ ist daher vermutlich kaum mehr abzuwenden. In milder Art sind sie bereits im Gange oder stehen unmittelbar bevor (CO2-Grenzwerte für PKW, Kohleausstieg etc.). Diese „milden Eingriffe“ sind aber weder zeitlich noch mengenmäßig (CO2) ausreichend. Was daraus folgt, prognostizieren wir.  



Warum reagiert der Energieverbrauch seit 40 Jahren so zäh auf alle möglichen Lenkungsversuche? Bei den FCKW-Emissionen war das Thema nach 20 Jahren erledigt.

 

Weil wir gegen die Systemlogik arbeiten.


Es ist recht einfach ein Kältemittel durch ein anderes zu ersetzen. (Z.B. FCKW durch FKW und später durch ein neu entwickeltes Butan-Propan-Gemisch, bei Kühlschränken). Selbst das hat am Ende 20 Jahre gedauert, vom Prototyp bis zur Marktdurchdringung.

 

Der materielle Wohlstand basiert hingegen auf einer Formel der Industriegesellschaft, der Kern unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems. In dieser Formel ist der Austausch von Muskelkraft durch extern zugeführte Energie ein zentraler Bestandteil. Jeder von uns setzt die Muskelenergie von durchschnittlich 100 „Sklaven“ täglich in Form externer Energie ein. Nur Innovation hat in dieser Formel noch einen ähnlich zentralen Hebeleffekt. Ohne diese beiden Hebel wäre unsere Arbeitsproduktivität um den Faktor 100 niedriger.

 

Über mehr Energieeffizienz kann man zwar den Primärenergiebedarf senken aber der Bedarf an energetischen Dienstleistungen steigt immer weiter an (mehr Wohnfläche zu beheizen, mehr Waren zu transportieren etc.). Wohlstands- und Produktionszuwachs kompensiert daher jede Erhöhung der Energieeffizienz. Letztere hat dabei meist eine physikalische Grenze. Ein Elektromotor z.B. hat heute bereits einen energetischen Wirkungsgrad von 95%. Mehr als 100% geht schwer. Die Energieeffizienz hat also physikalische Grenzen, unser Wirtschaftswachstum per Systemdefinition jedoch nicht.

 

Paradox ist dazu noch, je höher der materielle Wohlstand des einzelnen und je höher die bereits erreichte Energieeffizienz, desto unsensibler reagiert der Verbrauch noch auf Preiserhöhungen oder Energiesteuern. (Weil die Energiekosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten gering sind). Darum ist dem Problem ab einem bestimmten Zeitpunkt mit Ökosteuern oder Emissionszertifikaten allein kaum Herr zu werden, ohne dabei soziale Verwerfungen zu erzeugen.

Bei solchen Kräften die auf MEHR an energetischen Dienstleistungen wirken, ist WENIGER Energieverbrauch schwer durchzusetzen, weil gegen die Systemlogik.

 

Das Problem innerhalb von 15-20 Jahren massiv von der Angebotsseite her zu lösen, hat bisher z.B. Frankreich zwischen 1975-1990 versucht. Halb erfolgreich, gingen doch die CO2-Emissionen des Landes damit um ca. 50% zurück. Aber das hat (und wird noch) zu heutigen Preisen total ca. 400 Mrd. € kosten und ist mit einer Technik umgesetzt, die wenig Anhänger in Deutschland hat.
(Wichtige Anmerkung: Synthetische Kraftstoffe oder Wasserstoff erzeugen keine Energie, sie speichern diese lediglich, aber auch nur unter hohen Umwandlungsverlusten! Das löst das Problem nicht von der Angebotsseite. Ganz im Gegenteil, es erhöht nur den Primärenergiebedarf auf der Nachfrageseite). Was daraus folgt, fragen sie uns.  

 

 

Wie wird sich das unternehmerische Umfeld in den nächsten Jahren vermutlich verändern?


Wer auf stagnierende Politik wartet, wird entweder von anderen überholt werden und steht „über Nacht“ im Abseits, wenn die Wende dann doch gekommen ist. Insofern ist jetzt der richtige Zeitpunkt, das Thema aktiv selbst in die Hand zu nehmen.


Staat und Gesellschaft haben sehr wenig Zeit für ein recht gigantisches Problem, das existenziell ist und bei dem die systemischen Gegenkräfte gewaltig sind. An dem Tag an dem die Welt das verbleibende Emissionsbudget für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens überschritten hat (nach derzeitigem Wissenstand in den 2030er Jahren für das 1.5°C-Ziel), könnten Eingriffe auf staatlicher Seite und eine neue kollektive Wahrnehmung plötzlich Innovationen zum Durchbruch verhelfen, denen bisher wenig Beachtung geschenkt wurden.

Es ist zunehmend wahrscheinlich, dass


o   staatlicherseits unorthodoxe bis radikale Maßnahmen ergriffen werden die weitab des marktkonformen liegen (Planvorgaben, Quoten, Ausstiegsdaten, Verbote)

o   Innovationen von Newcomern das eigene Geschäftsmodell und die Marktpositionierung „über Nacht“ in Frage stellen (z.B. Tesla)


o   in anderen Teilen der Welt andere oder keine Lösungsansätze zum Tragen kommen, was zu Wettbewerbsverzerrungen führen kann


o   zum Schutz der Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Industrie evtl. EU-Importzölle erhoben werden müssten

o   der Welthandel durch Aktion-Reaktion mit immer mehr Zöllen belastet werden könnte

 


Was konkret empfehlen wir Unternehmen im Lichte dessen?

 

Unternehmensstrategien, Innovationen und Investitionen die u.a. kompatibel sind mit 90% weniger CO2-Emissionen bis 2040.


Wenn auch vieles für die Zukunft unklar ist, gewiss wird sich leichter tun wer mit geringen CO2-Emissionen in seinem Geschäftsmodell auskommt oder Alternativen und (echte) Kompensationen anbieten kann. Wichtige Schritte sind dabei:

o   Analysieren, wo genau welche CO2-Emissionen (und andere Treibhausgase) verursacht werden. (Company + Product Footprint).

o   Geschäftsmodelle auf Zukunftsfähigkeit überprüfen, je nach Umfeld.

o   Ggf. neue Geschäftsmodelle untersuchen.

o   Identifizieren, welche Emissionen man mit verfügbarer Technik zu niedrigen oder vertretbaren Kosten vermeiden kann.

o   Neue Geschäftsmodelle, Reduktionsstrategien und Auslaufszenarien miteinander integrieren.

o   Dabei drei verschiedene Zeithorizonte stets im Auge behalten.

o   Das Risikomanagement entsprechend schärfen.


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Kommentare: 4

03 Sep 20 qtMnPTrZJef: VCoYGnZj
03 Sep 20 bHcrMYmCIAxpq: pcLBAzGkHMfKV
18 Sep 20 WoMmhGXE: zvqoDXnegfirtZB
18 Sep 20 aYkZleMcDgEHGxr: mHUsghcqrNL

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